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Wie Coffee-to-go-Becher die Umwelt belasten

coffee-to-go

coffee-to-go (Quelle: flickr.com – Neo_II)

Immer mehr Menschen trinken ihren Kaffee aus Einwegbechern. Nach einer durchschnittlichen Gebrauchsdauer von 15 Minuten landen die Behälter im Abfall. Die öffentlichen Papierkörbe sind überlastet. Der Wegwerf-Lifestyle ist ein zunehmendes Problem für die Umwelt geworden.

Der Kaffee zum Mitnehmen ist für viele zur Lebensgewohnheit geworden. Gefühlt gibt es in deutschen Großstädten an jeder Ecke eine Coffeeshop mit koffeinreichen Heißgetränken-to-go. Am Pappbecher schlurfend laufen wir eilig zur Bahn, zur Arbeit, zum nächsten Termin. Doch nach wenigen Minuten fliegt der leere Pappbehälter schon wieder in die Tonne. Für die Konsumenten ist das praktisch, doch die Umwelt leidet zusehends. Die Abfallbehälter in den Innenstädten quellen über. Allein in Berlin fallen pro Tag fast eine halbe Million Coffee-to-go-Becher an. Das Becherproblem wächst sich täglich nicht nur zu einem Riesen-Müllberg aus. Die Behältnisse verbrauchen auch in der Produktion immense Ressourcen.

Zahlen zu Einwegbechern (Quelle: Deutsche Umwelthilfe):

  • 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher werden jährlich in Deutschland verbraucht. Das sind 320.000 in der Stunde.
  • Aneinandergereiht reichen die 2,8 Milliarden Becher sieben Mal um die Erde.
  • Etwa 34 Einwegbecher verbraucht jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr.
  • 29.000 Tonnen Papier werden benötigt, um diese Masse an Bechern herzustellen. Das sind 64.000 Tonnen Holz.
  • 43.000 Bäume müssen dafür jährlich gefällt werden.
  • 1,5 Milliarden Liter Wasser werden für die Herstellung benötigt. Das ist ein halber Liter Wasser pro Becher – also mehr, als anschließend daraus getrunken wird. Das entspricht dem Jahresverbauch von 32.000 Menschen.
  •  22.000 Tonnen Rohöl werden bei der Herstellung der Beschichtungen und der Deckel der Einwegbecher verbraucht.
  • 40.000 Tonnen Müll fällt jährlich durch Einwegbecher in Deutschland an.

Besser: Mehrweg-to-go

Kaffee zum Mitnehmen geht aber auch umweltfreundlich. Wiederverwertbare Alternativen könnten dem Pappbecher-Wahnsinn ein Ende bereiten. Um die Müllflut hierzulande einzudämmen, fordert die Deutsche Umwelthilfe ein Pfand in Höhe von 20 Cent pro Becher. Einen besonders schönen Anreiz bietet eine schwedische Universtität. Dort bekommen alle Kunden mit Mehrwegtassen ihren Kaffee günstiger. Perfekt für den ersten Tee oder Latte machiato auf dem Weg zur Arbeit sind Becher mit auslaufsicherem Deckel. Damit verschüttet man nichts.

 Ökologische Abfallwirtschaft ist Klimaschutz

Abfall zu vermeiden hilft aber letztlich auch, etwas gegen den Klimaewandel zu tun. Schon jetzt findet ein Umdenken in der Abfallwirtschaft statt. Mehr als die Hälfte des Hausmülls – vor allem Altpapier, Altglas, Verpackungs- und Bioabfall – geht inzwischen in die Verwertung. Durch Recycling und das Nutzen von Wertstoffen werden Rohstoffe wie Erdöl, Mineralien und Erze geschont, Energie gespart und CO2-Emmissionen vermindert. Denn die Klimaerwärmung bedroht das gesamte Ökosystem der Erde. Es ist Zeit, was zu tun, bevor es vielleicht zu heiß wird, um auf der Erde zu leben.

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