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Ingwer: Gesunde Wurzel

Ingwer

Ingwer (Quelle: flickr.com – floeschie)

Currys, Fruchtsalate, Cremespeisen, Chutneys, Geflügel, Fleisch und Fisch: Die Wurzel der Ingwerpflanze ist die wichtigste Zutat vieler Gerichte. Aber auch als Heilpflanze ist die scharfe Knolle hochpotent. Gerade jetzt im Winter wärmt Ingwer von Innen und stärkt die Abwehrkraft. Warum Ingwer so gesund ist.

Potente Heilpflanze.

Marco Polo soll Ingwer im Mittelalter von seiner Asienreise mitgebracht haben. Der Wurzelstock der Pflanze ist nicht nur eine der wichtigsten Zutaten der asiatischen Küche, sondern auch eine potente Heilpflanze. So wird Ingwer in der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda eingesetzt. Dort heißt es, dass Ingwer das „Yang“ stärkt und ein Übermaß von „Yin“ reduziert. Doch auch hierzulande ist die asiatische Gewürzknolle vor allem in der Winterzeit beliebt. Und das nicht nur in der Küche. Ingwer hat eine große therapeutische Bandbreite. Deshalb kann Zingiber officinale, so der lateinische Name, aus ganz unterschiedlichen Gründen medizinisch genutzt werden.

Warum ist Ingwer gesund?

Die Verdauungsfördernde Kraft ist ja schon länger bekannt. Wer unter schwacher Verdauung leidet, für den ist Ingwer das Mittel der Wahl. Ingwer regt den Magen-Darm-Trakt an und stärkt die Verdauungskraft. Ganz allgemein bessert Ingwer Magen- und Darmbeschwerden wie Blähbauch, Völlegefühl, Obstipationsneigung oder Durchfall aufgrund einer reduzierten Verdauungskraft sowie Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Außerdem steigt mit Ingwer wieder der Appetit. Während des Fastens kann Ingwer als Tee getrunken werden und hilft dann gegen Frieren und Schwächezustände.

Ingwer wärmt von Innen.

Die Gewürzknolle hat nicht nur eine allgemein kräftigende Wirkung, sondern sie wärmt vor allem von Innen. Deshalb ist Ingwer das pflanzliche Mittel gegen kalte Hände und Füße. Und bei Erkältungskrankheiten wie zum Beispiel bei Entzündungen der Nasenschleimhaut (Rhinitis) und der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), grippalen Infekten und Bronchitiden gibt es wohl kaum was Besseres als heißen Ingwertee mit Honig oder Hühnerbrühe mit Suppengrün und kräftigem Ingwerzusatz, denn die Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel wirken entzündungshemmend.

Ingwer ist auch eine Frauenpflanze.

Allgemein neigen Frauen ja eher zu niedrigem Blutdruck und Frösteln. Wem es also an physischer Wärme mangelt, der wird die wärmende Wirkung von Ingwer zu schätzen wissen. Auch während der Schwangerschaft kann Ingwer niedrig dosiert gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen werden. Über längere Zeiträume und in hohen Dosen sollten Schwangere Ingwer aber nicht zu sich nehmen, da bestimmte Inhaltsstoffe Wehen auslösen können, warnen Experten.

Ingwer lindert Übelkeit.

Auch gegen Reiseübelkeit, Seekrankheit und Schwindel ist Ingwer gewachsen. Wem bei Schiffsreisen und beim Autofahren übel wird, kann seine Beschwerden durch die Einnahme von Ingwer lindern, wenn nicht gar verhindern. Ingwer harmonisiert bei Belastungen des Gleichgewichtsorgans. Doch auch bei Übelkeit und Erbrechen als Folge von Anästhesie nach Operationen und nach Chemotherapien ist Ingwer ein zuverlässiges pflanzliches Mittel. So haben Forscher bestätigt, dass Krebspatienten weniger unter Übelkeit leiden, die neben den üblichen chemischen Brechreizhemmern auch Ingwer einnehmen.

Tipp:
Die Einnahme von Ingwer ist niedrig dosiert über einen längeren Zeitraum möglich. Hierzulande ist Ingwer übrigens nicht nur als frische Knolle, sondern auch als Tropfen, Kapseln oder Tabletten erhältlich.

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