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Heilwasser: Flüssige Kur

Heilwasser

Heilwasser (Quelle: flickr.com – Roberto Verzo)

Heilwässer stammen aus tiefen unterirdischen Quellen. Angereichert mit Mineralstoffen sind Heilwässer für den Organismus eine flüssige Kur. Über Heilwässer.

Heilwässer wirken gesundheitsfördernd.

Was einst noch Erfahrungswissen war, lässt sich heute chemisch analysieren und nachweisen: Heilwässer wirken gesundheitsfördernd auf einzelne Organe und den ganzen Körper. Heilwässer sind als Arzneimittel zugelassen, wenn sie Krankheiten nachweislich vorbeugen, lindern oder heilen, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Mineralstoffe in gelöster Form.

In der Ernährungstherapie werden Heilwässer bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt. Das große Plus von Heilwässern sind die vorhandenen Inhaltsstoffe in gelöster Form. Die Aufnahme von Mineralstoffen geschieht dadurch besonders effizient. So wird Kalzium beispielsweise aus Wasser genauso resorbiert wie aus Milch. Heilwässer liefern aber nicht nur lebenswichtige Mineralstoffe, sondern bewahren die Zellen auch vor dem Austrocknen. Zugleich werden die Stoffwechselvorgänge harmonisiert, Stoffwechselprodukte abtransportiert und wichtige Organfunktionen reguliert.

Je nach Inhaltsstoffen haben Heilwässer verschiedene Anwendungsgebiete.

Magen und Darm:

Hydrogencarbonatreiche Heilwässer sind basisch und helfen bei Reizmagen, Sodbrennen und gegen ein Zuviel an Magensäure, da sie als Säurepuffer wirken. Heilwässer mit Kohlensäure regen dagegen die Magensäureproduktion an. Sulfatreiche Heilwässer werden wiederum empfohlen, um die Produktion und Ausschüttung von Verdauungssekreten sowie die Darmtätigkeit anzuregen.

Niere und Harnwege:

Wegen der entzündungshemmenden Wirkung von Kalzium und der Säuren neutralisierenden Wirkung von Hydrogencarbonat werden Kalzium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Heilwässer zur Behandlung von Harnwegsinfekten empfohlen. Vor allem in der Vorbeugung von Harnsteinen sind Heilwässer die Therapie der Wahl. Heilwässer spülen nicht nur die Harnwege durch, sondern verdünnen zugleich den Harn. Dabei ist die Auswahl des Wassers von der Art des Harnsteins abhängig.

Stoffwechsel:

Bei Gicht und Fettstoffwechselstörungen haben sich Natrium-Hydrogencarbonatreiche Wässer bewährt. Hingegen spielen Magnesiumreiche Heilwässer in der Vorbeugung und Therapie von Diabetes mellitus eine wichtige Bedeutung, wie Studien belegen. So soll ausreichend Magnesium das Risiko für Diabetes verringern oder den Beginn zumindest hinauszögern.

Tipp:

Am besten wirken Heilwässer, wenn sie regelmäßig in kleinen Mengen über den Tag verteilt getrunken werden. So können die Wirkstoffe optimal aufgenommen werden.

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