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Elektrische Zigarette als Ersatzritual?

Qualmen ohne schlechtes Gewissen? Im Vergleich mit der Tabakzigarette soll die Elektrische Zigarette die wesentlich „gesündere“ Alternative sein. So zumindest ist die subjektive Empfindung vieler Dampfer, die die Elektrische Zigarette als Ersatzritual für sich entdeckt haben. Sie sind sich einig, dass es ihnen von Tag zu Tag gesundheitlich besser geht. Immerhin: In Deutschland hat die Elektrische Zigarette bereits eine siebenstellige Nutzerzahl erreicht.

Nichtraucherschutz

Nichtraucherschutz (Quelle: flickr.com – Tomizak)

Wie das Elektrische Rauchen funktioniert

Die Elektrische Zigarette besteht aus einem längeren Teil, dem Akku sowie einem Verdampfer und einem Gefäß, das die aromatisierte Nikotinlösung enthält. Das sogenannte E-Liquid enthält Propylenglykol, Wasser, das Aroma und Nikotin, wobei die Nikotinstärke individuell gewählt werden kann. So ist natürlich auch das Dampfen ganz ohne Nikotin möglich. Wenn der Raucher an der Elektrischen Zigarette zieht, dann verdampft die Flüssigkeit: Der Verdampfer erhitzt das E-Liquid und erzeugt dadurch einen üppigen Dampf, den der E-Raucher – oder besser gesagt Dampfer – über das Mundstück inhaliert.

Die elektrische Zigarette ist noch im Test

Fakt ist, viele konnten mithilfe der Elektrischen Zigarette das Tabakrauchen schon ganz aufgeben. Wer seiner Gesundheit zuliebe das Tabakrauchen ganz aufgeben möchte, für den könnte die Elektrische Zigarette ein Schritt nach vorne sein. Denn mithilfe der Elektrischen Zigarette ist es schon einigen Rauchern gelungen, entweder nur teilweise oder sogar ganz auf den Glimmstängel zu verzichten. Und manch einer schaffte es sogar, nach dem Rauchen auch das Dampfen ganz aufzugeben. Denn ob die Elektrische Zigarette wirklich gesundheitlich unbedenklich ist, das konnte bisher wissenschaftlich noch nicht belegt werden. Bisher meldete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eher Bedenken an, da auch in der Elektrischen Zigarette giftige Substanzen stecken könnten.

E-Raucher schwören auf ihr Ersatzritual

Zumindest subjektiv sind viele ehemalige Raucher von der Elektrischen Zigarette überzeugt. Kein Wunder, wenn es ihnen damit gesundheitlich von Tag zu Tag besser geht. Viele sind dankbar darüber, dass der Raucherhusten fast vollständig zurückgegangen ist, seit sie auf die Elektrische Zigarette umgestiegen sind. Viele berichten, dass sie viel weniger dampfen als sie vorher geraucht haben und auch mit dem Dampfen nach einer gewissen Zeit ganz aufhören konnten. Im Gegensatz zur Elektrischen Zigarette setzt die herkömmliche Tabakzigarette viele krebserregende Substanzen frei. Die schlimmste Folge ist Lungenkrebs. In harmloseren Fällen werden die Atemwege gereizt, wodurch Raucherhusten und andere Lungenerkrankungen begünstigt werden können. Wer seine Lunge nicht mit etwa 90 hoch krebserregenden Substanzen belasten möchte, für den könnte tatsächlich die Elektrische Zigarette die „gesündere“ Alternative sein. Denn immerhin entfallen damit sämtliche Belastungen in Folge des Tabakverbrennens.

Achtung: bisher keine Langzeitstudien

Das subjektive Empfinden der ehemaligen Raucher, denen es mit der Elektrischen Zigarette gesundheitlich besser geht, spricht ja eigentlich schonmal für das Dampfen. Dennoch sind auch die Langzeitfolgen des Konsums Elektrischer Zigaretten bisher nicht erforscht, da es bisher noch keine wissenschaftlichen Langzeitstudien gibt. Lungenärzte sollen herausgefunden haben, dass auch die Elektrische Zigarette die Atemwege und Bronchien reizen kann. Denn sie enthalten neben Nikotin, Propylenglycol, Glycerin und Aromastoffen noch weitere Substanzen, von denen niemand so genau sagen kann, wie sie auf Dauer wirken, wenn sie inhaliert werden. Ganz ohne sind also auch Elektrische Zigaretten nicht.

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