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Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit

Tee

Tee (Quelle: flickr.com – kadluba)

Am Fastnachtsdienstag lassen es die Narren nochmal richtig krachen, denn einen Tag später ist schon wieder alles vorbei. Dann beginnt – zumindest auf dem Kalender – die traditionelle 40-tägige Fastenzeit. Heute streut sich zwar niemand mehr „Asche aufs Haupt“, um öffentlich Buße zu tun. Dennoch ist das Fasten wieder modern, wenn sich auch die Gründe dafür verändert haben. Denn das Ziel ist heute ein schlanker, knackiger Körper und es geht wohl weniger darum, die Seele zu läutern. Dabei sollte die Gewichtsabnahme nur ein Nebeneffekt sein.

Heilfasten

Wer das Bedürfnis nach einer Fastenkur verspürt und motiviert ist, täglich nur Wasser, Tees, Säfte, klare Brühen oder eventuell ‚mal einen Löffel Honig zu sich zu nehmen, der schließt sich am besten einer Gruppe an. Da kann man sich bei der gemeinsamen Bewegung austauschen und zum durchhalten motivieren. Um den Körper auf die Fastenkur vorzubereiten, beginnt man einen Tag vorher mit einem Entlastungstag: Die Nahrungsmenge wird reduziert und auf Obst oder Gemüsesuppe umgestellt. Am ersten Fastentag heißt es dann, Augen zu und durch, denn zum Auftakt werden eine Tasse Glaubersalz und Einläufe empfohlen, die Magen und Darm reinigen sollen.

Was Fasten bedeutet

Traditionell wird ja gefastet, damit Geist und Seele eine Erneuerung erfahren. So ist das bewusste Hungern ein Bestandteil fast jeder Kultur oder Religion. Sicherlich hat das Fasten aber nicht nur etwas mit dem Essen zu tun, sondern auch mit der inneren Einstellung. So geht es wohl auch darum, für eine bestimmte Zeitspanne auf lieb gewordene Gewohnheiten zu verzichten. Jeder kennt ja seine kleinen, ungesunden Laster selbst am besten. Wer sich ‚mal ganz oder zumindest auf Zeit zur Enthaltsamkeit und Abstinenz durchringen kann, wird damit Körper und Geist ganz sicher ein paar gesunde Impulse geben. Und wenn man nur sein Gewissen beruhigt. Auf das Essen muss aber deshalb keiner ganz verzichten. Wer heute Vollzeit arbeitet, wird es sich kräftemäßig sowieso kaum leisten können, 40 Tage ohne Essen auszukommen. Denn nach der christlichen Tradition endet die Fastenzeit ja erst nach 40 Tagen zu Ostern. Alleine ohne medizinische Aufsicht sollte aber heute keiner länger als eine Woche auf Nahrung verzichten. Denn mit Ausnahme von Jesus bekommt längeres Fasten nur wenigen gut.

Wer fasten darf und wer nicht

Wer fastet, der glaubt daran, dass die Nahrungsabstinenz den Körper reinigt und die Seele glücklich macht. Und dass Darmprobleme, Stoffwechselstörungen, Arthorse oder Rheuma gelindert werden, ist zwar aus der Erfahrungsmedizin bekannt, aber wissenschaftlich bisher nur ungenügend belegt. Bei manchen Krankheiten wie Diabetes, Leber- oder Nierenschädigungen sowie bestimmten psychischen Störungen sollte man aber auf keinen Fall fasten. Das gilt auch für Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit. Wer sich unsicher ist, ob er eine Fastenkur gesundheitlich übersteht, sollte sich beim Hausarzt vergewissern.

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