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Akupunktur: Wann Nadeln helfen

Akupunkturnadel

Akupunkturnadel (Quelle: flickr.com – Acid Pix)

An der Akupunktur scheiden sich die Geister. Für die einen ist sie ein an Placebo grenzender Unsinn, für die anderen Wundermedizin. Dabei ist sie oft erstaunlich wirksam – bei Migräne, Rückenschmerzen oder Allergien.

Piks reguliert den Energiefluss

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin, bei der feine Nadeln in bestimmte Körperregionen gestochen werden. Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie Qi durch Meridiane durch den Körper fließt. Wird der Energiefluss gestört, äußert sich dies in Krankheiten oder Schmerzen. Nach Glauben der Akupunkteure reguliert das Einstechen von Akupunkturnadeln in exakt festgelegte Punkte den Energiefluss. Dadurch sollen Beschwerden gelindert werden.

Funktionsweise ungeklärt

Die Funktionsweise der Akupunktur ist noch nicht völlig geklärt. Es existieren keine Belege für die Existenz von Qi oder Meridianen. Doch die Methode soll auch helfen, wenn man ihr gegenüber skeptisch ist.

Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen und Asthma

Besonders gut geeignet sein soll die Akupunktur bei Schmerzen im Bewegungsapparat, bei chronischen Kopfschmerzen, Migräne, Asthma und bei Allergien. Eine Studie von 2013, an der die Berliner Charité beteiligt war, hat etwa gezeigt, dass Akupunktur Beschwerden bei Heuschnupfen lindert und die Lebensqualität der Patienten erhöht.

Wenig unerwünschte Nebenwirkungen

Nach Schätzungen werden jährlich bis zu 20 Millionen Akupunktursitzungen durchgeführt. Heilpraktiker mit einer Akupunktur Fortbildung schätzen diese Therapieform als effiziente Methode, die wenig unerwünschte Nebenwirkungen hat. Und sollte es mal zu einer Rötung an einer Einstichstelle kommen, hat vermutlich jede Schmerztablette mehr Nebenwirkungen als der Piks. Auch viele Ärzte haben bundesweit bereits eine Zusatzausbildung und bieten Akupunktur an. Eine Sitzung dauert etwa eine halbe Stunde und kostet von 30 bis 70 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei wenigen Anwendungsgebieten, etwa bei Knieathrose und chronischen Rückenschmerzen, und nur dann, wenn die Behandlung von einem Arzt mit Akupunktur-Zusatzausbildung durchgeführt wird. Ein Institut, das solche Weiterbildungskurse anbietet, ist das Passauer Fachfortbildungszentrum Medisal.

 

Ein Kommentar zu "Akupunktur: Wann Nadeln helfen"

  1. Ja, immer wieder erstaunlich, wie gut dieser an „Placebo grenzender Unsinn“ wirkt. Teilweise besser als die etablierte Medizin. Erstaunlich, erstaunlich.
    Gruß
    Klaus Schleusener, Karlsruhe

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