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Achtung, Mikroplastik in Kosmetik!

Mikroplastik

Mikroplastik (Quelle: flickr.com – Oregon State University)

Sie sind in Duschgels, Cremes, Peelings: Mikroplastik-Partikel. Mit dem Wasser gelangen die problematischen Stoffe in die Flüsse und Meere – und gefährden die darin lebenden Tiere. Doch es gibt Alternativen.

Ein Experiment

Zunächst ein kleiner Versuch: Nehmen Sie ein Peeling, in dessen Inhaltsstoffen Polyethylen vorkommt. Geben Sie etwas davon in ein Glas und mixen es mit Wasser. Anschließend gießen Sie die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter, waschen den Schaum aus, trocknen das Papier – und entdecken gefärbte Teilchen, die aussehen wie Puder: Mikroplastik, mitunter kleiner als einen Millimeter, mit dem bloßen Auge aber noch gut sichtbar. Diese Plastikteilchen stecken nicht nur in Peelings, sondern auch in Cremes, Zahnpasta oder anderen Produkten, die sanft rubbeln sollen. Meist sind die Kügelchen aus Polyethylen. Manchmal steht auch ein anderer Kunststoff unter den Inhaltsstoffen, wie beispielsweise Polypropylen oder Polyamid.

Mikro-Kugeln auf Wanderschaft

Fatal! Nach dem Duschen oder Zähneputzen fließen die Teilchen übers Abwasser in die Kläranlage. Zwar bleibt viel im Klärschlamm hängen. Doch ein Teil gelangt trotzdem über den Ablauf in die Flüsse, Seen und Meere – und schließlich in die Nahrungskette. Wissenschaftler fanden Plastikkörnchen bereits im Magen vorn Heringen oder im Kot von Möwen und Robben. Für die Tiere hat das Folgen. Denn die Plastikteile füllen zwar den Magen, liefern aber keine Nährstoffe. Doch auch in Regen, Bier und Honig wurden die Plastikteilchen schon nachgewiesen. Die kleinsten Partikel messen nur Tausendstel Millimeter, sind also so leicht, dass sie mit dem Wind davongetragen werden.

Tüten, Flaschen, Fischernetze: Plastikmüll im Meer ist seit Jahren ein Problem. Doch auch die Plastikkörnchen, die mit weniger als fünf Millimetern nahezu unsichtbar sind, werden zunehmend zum Thema. Noch weiß man zu wenig über die verschiedenen Ökosysteme und deren Quellen. Auch welche der gefunden Mikroplastik-Teile nun aus Kosmetikprodukten stammt, lässt sich nicht so klar ausmachen. Meeresbiologen gehen davon aus, dass wir noch auf lange Zeit in einer von Plastik durchsetzten Welt leben werden. Daten für eine fundierte Risikoabschätzung fehlen bislang. Nur eins ist sicher: Man sollte schleunigst verhindern, was sich verhindern lässt.

Naturkosmetik kommt ohne Mikroplastik aus

Zertifizierte Naturkosmetik kommt ohne Mikroplastik-Partikel aus. Die natürlich wirksamen Peelings von Annemarie Börlind rubbeln die alten, abgestorbenen Hautzellen einfach mit mineralischen und pflanzlichen Mineralien weg. Getrocknet und gemahlen ergeben beispielsweise Oliven-, Aprikosen- oder Traubenkerne feste Putzkörperchen für die robuste Haut. Auch aus den Pressresten, die bei der Herstellung von Bio-Mandelöl anfallen, lassen sich solche kleinen Putzkörperchen gewinnen. Mandelkleie steht dann im Zutatenverzeichnis. Noch sanfter sind Perlen aus Jojobawachs. Beim Reiben lösen sie sich auf und pflegen mit ihren Fetten die Haut.

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